Fünf Fehler beim Ausbildungsmarketing

Azubi Suche – wie Sie Fehler vermeiden

Fünf Fehler beim Ausbildungsmarketing | © adpic

Auszubildende suchen und finden ist nicht einfach. Aktuell bleiben häufig Lehrstellen unbesetzt. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie auf ein gutes Ausbildungsmarketing achten. Aber was heißt gut? Und was kommt bei Ihrem potenziellen Auszubildenden nicht so gut an? Die Generation Z unterscheidet sich bezüglich ihrer Wahrnehmung und Präferenzen. Wie Sie Ihren zukünftigen Auszubildenden am besten erreichen und welche Fehler Sie dabei vermeiden sollten, erfahren Sie hier.

Ausbildungsmarketing – Grundsätzliches

Grundsätzlich müssen Sie davon ausgehen, dass Ihr zukünftiger Azubi einer anderen Generation angehört – und somit auch anders denkt und andere Präferenzen hat als Sie. Wenn Sie potenzielle Auszubildende erreichen und zu einer Bewerbung in Ihrem Unternehmen motivieren möchten, müssen Sie dies im Ausbildungsmarketing beachten. Lesen Sie gern dazu unseren Artikel über die Generation Z – hier erfahren Sie mehr über Charakterzüge und Präferenzen Ihres zukünftigen Azubis. Auf dieser Basis und durch einen spannenden Artikel der Handwerkszeitung (https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/6-fehler-die-potenzielle-azubis-von-einer-bewerbung-abhalten/150/3099/384407) haben wir Ihnen hier fünf Fehler beim Ausbildungsmarketing für die Generation Z zusammengestellt.

1. Die falsche Ansprache beim Ausbildungsmarketing

Sprechen Sie Ihre zukünftigen Azubis authentisch an und präsentieren Sie Ihr Unternehmen ehrlich und offen. Versuchen Sie dabei, nicht zu langweilig aufzutreten, aber auch nicht zu übertreiben (beides schreckt zukünftige Azubis ab). Passen Sie die Ansprache der Zielgruppe an das genutzte Marketinginstrument und Ihre Branche an, damit der zukünftige Auszubildende zum einen reagiert, zum anderen direkt weiß, womit sich Ihr Unternehmen befasst. „Hallo Azubi“ ist wenig aussagekräftig. Überlegen Sie, was für Sie, Ihr Unternehmen oder die zu besetzende Ausbildungsstelle relevant ist und entwickeln Sie daraus die Ansprache. Sie möchten einen Ausbildungsplatz zum/zur Bäcker/in besetzen? Dann nehmen Sie Bezug auf Uhrzeit und Brötchen. Mehr Inspiration zu Azubi-Ansprache und -kampagnen finden Sie hier.

2. Die falschen Orte für Ausbildungsmarketing

Seien Sie sichtbar für Ihre Zielgruppe. Vielleicht sucht ihr potenzieller Azubi gar nicht proaktiv nach einer Stellenausschreibung – würde aber perfekt zu Ihrem Unternehmen passen. Damit Sie auch den erreichen, müssen Sie sichtbar sein – und zwar genau dort, wo zukünftige Auszubildende anzutreffen sind. Das gilt sowohl für die reale Welt als auch für die Sozialen Medien. Überlegen Sie genau, auf welchen Plattformen und an welchen Orten Sie Ihren zukünftigen Auszubildenden antreffen könnten, um dort erfolgreiches Ausbildungsmarketing zu betreiben. Eine schwarz-weiß-Stellenanzeige in der örtlichen Zeitung allein führt nicht immer zum Erfolg.

3. Uninteressante Stellenanzeige

Die Stellenanzeige an sich nimmt nach wie vor einen hohen Stellenwert bei der Azubi Suche ein. Aber: Diese muss den zukünftigen Azubi auch erreichen. Damit ist nicht nur gemeint, dass er die Stellenanzeige liest – sondern dass diese ihn auch anspricht und er motiviert ist, sich bei Ihrem Unternehmen zu bewerben. Oft sind Auszubildende mit langweiligen oder nicht aussagekräftigen Stellenanzeigen konfrontiert – auf die sie sich dann auch nicht bewerben. Da es zu diesem Thema deutlich mehr zu sagen gibt, haben wir ihm einen eigenen Artikel gewidmet, den Sie hier nachlesen können.

4. Falsche Instrumente im Ausbildungsmarketing

Die Wahl der Instrumente entscheidet über den Erfolg des Ausbildungsmarketings. Diese sind aber natürlich auch abhängig von Ihrem Budget. Denken Sie darüber nach, wo Sie Ihren zukünftigen Azubi erreichen können, ohne große Streuverluste zu haben. An welchen Orten und bei welchen Veranstaltungen lohnt sich die Ansprache und welche Instrumente nutzen Sie? Ist ein Azubi-Speed-Dating etwas für Sie? Oder können Sie in Ihrem Team eine interessante Guerilla-Marketing-Kampagne entwickeln? Auch durch gute Online-Werbung (Nutzung von Hashtags, zielgerichtete Ausrichtung von Bezahlwerbung) können Sie Ihre Stellenanzeige relevant ausrichten. Nutzen Sie auch kostenfreie oder kostengünstige Möglichkeiten, Ihr Unternehmen und Ihre Stellenanzeige zu präsentieren. Informieren Sie sich vorher über die Nutzungszahlen: Ist Ihre Zielgruppe eher bei facebook instagram oder twitter anzutreffen? Oder vielleicht doch an anderen Orten? Online-Ausbildungs-Portale, die nicht nur Stellenanzeigen, sondern auch relevante Informationen für Auszubildende vorhalten, sind ebenfalls eine gute Wahl.

5. Unmodernes Auftreten

Auszubildende möchten sich gern in ihrem neuen Betrieb einbringen – und von Anfang an das Gefühl haben, mit einem modernen und offenen Unternehmen in Kontakt zu treten. Dies sollten Sie bei der Gestaltung Ihrer Stellenanzeige beachten. Möglich sind nicht nur „klassische“ Stellenanzeigen, sondern auch Videos oder Bildkampagnen, um auf Sie, Ihr Unternehmen und den zu besetzenden Ausbildungsplatz aufmerksam zu machen.  Überlegen Sie, worauf Ihr zukünftiger Auszubildender Wert legt und wie Sie sich und Ihr Unternehmen präsentieren können, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Gute Beispiele für moderne Azubi-Kampagnen können Sie sich hier ansehen.

Gutes Ausbildungsmarketing bedarf guter Vorbereitung

Sie sehen: Ohne gute Vorbereitung ist ein gutes Ausbildungsmarketing kaum möglich. Machen Sie sich im Vorfeld besonders Gedanken über Ihre Darstellung, die Stellenanzeige und die Zielgruppe. Beziehen Sie dabei vor allem jüngere Mitarbeiter Ihres Unternehmens mit ein – diese sind noch näher an Ihrem zukünftigen Azubi und können neue Impulse für ein erfolgreiches Ausbildungsmarketing geben.

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