Duale Ausbildung

Was ist das? Und wie läuft das ab?


Duale Ausbildung

Die duale Ausbildung (auch betriebliche Ausbildung genannt) ist die wohl bekannteste Art der Ausbildung in Deutschland. Sie heißt dual, weil du während deiner Ausbildung an zwei verschiedenen Lernorten anzutreffen bist – nämlich im Betrieb und in der Berufsschule. Die duale Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt durch das Berufsbildungsgesetz. Hier erfährst du mehr zur dualen Ausbildung.

Duale Ausbildung – Zugangsvoraussetzungen

Wenn du dich für einen bestimmten Ausbildungsberuf interessierst, musst du dich über die Zugangsvoraussetzungen informieren. Die sind nicht immer gleich. Meist schreibt der Gesetzgeber keinen bestimmten Schulabschluss als Voraussetzung fest und auch die Betriebe sind meistens nicht genau festgelegt. Häufig schauen sie vor allem auf deine Noten in den Fächern, die für die Ausbildung relevant sind, und außerdem auf deine sonstigen Kenntnisse, Fähigkeiten und auf dich als Person. Wichtig ist, dass du in deiner Bewerbung deine Stärken hervorhebst, die zu deinem Ausbildungsberuf passen. Um eine duale Ausbildung zu beginnen ist aber eine Sache definitiv Voraussetzung: Du benötigst ein Unternehmen, mit dem du einen Ausbildungsvertrag unterschreibst. Abhängig von der Branche werden manchmal noch zusätzliche Unterlagen, wie beispielsweise ein Gesundheitszeugnis oder ein Führungszeugnis, verlangt. Diese Informationen findest du aber auch in der Stellenausschreibung oder erhältst sie direkt von deinem zukünftigen Ausbildungsbetrieb.

Duale Ausbildung – Dauer und Lernorte

Eine duale Ausbildung dauert, abhängig vom Ausbildungsberuf, zwei bis dreieinhalb Jahre. Außerdem hast du die Möglichkeit, die Zeit der Ausbildung zu verkürzen, wenn du beispielsweise bereits Erfahrung in der Branche gesammelt hast oder einen höheren Bildungsabschluss besitzt.

Du lernst sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb und kannst das theoretische Wissen direkt im Betrieb umsetzen. Die Berufsschule ist häufig eine Schule in der Nähe deines Ausbildungsortes und du besuchst sie an festgelegten Tagen in der Woche. Auch ein Unterricht in Blöcken ist möglich – dann verbringst du eine bestimmte Anzahl von Wochen im Jahr an der Berufsschule und den Rest im Betrieb. Unterrichtet werden an der Berufsschule ausbildungsrelevante Fächer und allgemeinbildende Fächer wie Sport und Deutsch.

Im Betrieb wirst du vermutlich in unterschiedlichen Arbeitsbereichen eingesetzt, damit du alles kennenlernen kannst. Abhängig von der Betriebsgröße können dies unterschiedliche Teams, Abteilungen oder sogar Standorte sein.

Duale Ausbildung – Finanzen

Während deiner dualen Ausbildung erhältst du von deinem Ausbildungsbetrieb eine Ausbildungsvergütung. Diese richtet sich danach, für welchen Beruf du dich entscheidest und in welcher Branche du tätig bist. Dass monatlich Geld auf dein Konto kommt, sorgt natürlich für Sicherheit – und dafür, dass du dich voll und ganz auf deine Ausbildung konzentrieren kannst.

Duale Ausbildung – Abschluss

Wenn du deine duale Ausbildung absolviert hast, kommen am Ende die Prüfungen auf dich zu. Du machst eine Abschlussprüfung bei der zuständigen Kammer (beispielsweise bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Handwerkskammer(HWK)) und erhältst von ihnen ein Prüfungszeugnis. Zudem erhältst du von deinem Unternehmen ein betriebliches Arbeitszeugnis und von deiner Berufsschule ein Berufsschulzeugnis.

Neben den theoretischen Prüfungen gibt es häufig auch praktische Prüfungen, wo du zeigen kannst, was du alles gelernt hast. Abhängig von deinem Ausbildungsberuf unterscheiden sich diese Prüfungen. Natürlich lernst du im Ausbildungsberuf Bäcker/in ganz andere Dinge, als wenn du dich für eine Ausbildung zum/zur Friseur/in entscheidest.

Duale Ausbildung – fertig - los

Was eine duale Ausbildung ist und wie diese dann abläuft, weißt du jetzt. Welche Vorteile eine Ausbildung mit sich bringt, kannst du auch bald hier nachlesen. Jetzt musst du dich nur noch entscheiden und dann geht’s los mit deiner Bewerbung. Lass dich von den Voraussetzungen nicht abschrecken, sondern schreib eine gute Bewerbung und stelle deine Stärken heraus. Unternehmen schauen besonders bei den sogenannten Soft Skills hin, denn der zukünftige Azubi soll gut ins Unternehmen passen.

Wir wünschen dir viel Erfolg!


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