Ein Tag im Leben von Azubine Nicole

Auszubildende zur Industriekauffrau

Ein Tag im Leben von Azubine Nicole | © adpic

Nicole ist im 3. Jahr ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau und im Vertriebsaußendienst eingesetzt. „Ich habe im Unternehmen alle Abteilungen durchlaufen – aber es war schnell klar, dass ich im Vertriebsaußendienst am besten aufgehoben bin. Ich habe keine Angst vor Menschen, telefoniere gern und kann Dinge gut erklären. Außerdem habe ich einen guten Draht zu unseren Kunden.“ beschreibt Nicole, wie und warum sie an ihrem jetzigen Arbeitsplatz gelandet ist. Wie der tägliche Ablauf in ihrer Ausbildung aussieht, darüber hat sie uns einiges verraten.

Ein Tag im Leben von Nicole– Auszubildende zur Industriekauffrau

Die ersten Stunden im Azubi Tag

Heute klingelt bei Nicole um halb 7 der Wecker. Das ist meistens so – egal ob sie zur Arbeit oder zur Schule fährt – denn beides ist ungefähr gleichweit entfernt. Bei der Schule muss sie natürlich pünktlich sein. Heute geht’s zur Arbeit – da Nicole Flexzeit hat, kann sie da auch mal fünf Minuten später kommen. Normalerweise ist sie aber auch um 8.00 Uhr da – wie fast alle anderen Kollegen. Heute steht kein Kundentermin an – also kleidet sie sich business casual und macht sich auf den Weg.

Die ersten To Do´s auf der Arbeit – Organisieren und Priorisieren

Im Büro angekommen fährt Nicole erstmal ihren Rechner hoch und holt sich in dieser Zeit ihren Kaffee. Dann setzt sie sich an ihren Platz und verschafft sich einen Überblick. Hat jemand angerufen in der Zeit, in der sie nicht am Platz war oder gestern nach Feierabend? Sind noch E-Mails eingetroffen? Diese werden dann sortiert und die Beantwortung bzw. der Rückruf in den Tag eingeplant. Als nächstes checkt sie ihren Terminkalender. Meistens stehen da pro Tag zumindest zwei Termine drin. Heute ist es nur ein Termin – eine Besprechung mit den Kollegen. Diese machen sie regelmäßig, um sich auszutauschen und alle Kollegen auf den gleichen Stand zu bringen. Hier wird auch über Neuigkeiten aus dem Unternehmen und der Abteilung berichtet oder besondere Aufträge besprochen.

Steht der Plan für den Tag, legt Nicole los. Kunden wollen angerufen, Briefe geschrieben, Aufträge angestoßen und fehlende Informationen beschafft werden. Zwischendurch klingelt das Telefon – ein Kunde möchte einen Auftrag nachträglich ändern. Nicole verspricht, sich darum zu kümmern und prüft, ob der Auftrag schon in der Produktion ist. Und so geht es weiter – zwischen ihrem Tagesplan und dem klingenden Telefon macht sich Nicole an die Arbeit. „Einen Plan zu haben, was man am Tag machen möchte, ist natürlich sehr hilfreich. Aber die Kunden gehen vor – und so gehe ich immer ans Telefon, wenn es klingelt und muss dann im Notfall eine von den anderen Aufgaben erst am nächsten Tag erledigen“, sagt Nicole.

Endlich Mittagspause

Spätestens um 14.00 muss Nicole auch ihre Mittagspause gemacht haben - so ist es im Unternehmen mit den Vorgesetzten und Kollegen abgesprochen. Meistens isst Nicole mit ein paar Kollegen zusammen. Heute haben sie sich um 13.00 zum Essen verabredet. Anschließend ist es ein wenig ruhiger – sodass Nicole sich um ein Anschreiben an die Kunden kümmern kann. Marketing gehört nämlich auch zu ihren Aufgaben. „Wenn Kunden lange nichts bestellt haben, fragen wir schonmal nach oder schicken ihnen ein besonderes Angebot zu, um sie an uns zu erinnern,“ erklärt Nicole.

16.30 – Feierabend für Azubi Nicole

Der Entwurf ist fertig und an die Vorgesetzten zur Überprüfung geschickt, das Protokoll vom Termin ist erstellt sowie verteilt und auch alle anderen Aufgaben sind erledigt. Es ist 16.30 - Feierabend für Nicole. Morgen kommt sie nochmal ins Büro – danach hat sie vier Wochen Berufsschule.

Was geht ihr durch den Kopf, wenn sie an die Berufsschule denkt? „Der Ausbildungsberuf Industriekaufmann/-frau ist schon sehr zahlenlastig. Das merkt man vor allem in der Schule. Steuerung, Kontrolle, Buchführung, Mathematik. Klar haben wir auch andere Fächer – aber der Schwerpunkt liegt schon auf den Zahlen. Darauf muss man sich einstellen.“ sagt Nicole mit einem Lächeln. Sie ist sich sicher, dass sie den richtigen Ausbildungsberuf für sich gefunden hat. Wir wünschen dir eine gute restliche Ausbildungszeit!


Alles klar soweit?
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