Die Zukunft ist MINT!

Gute Berufsaussichten mit MINT-Ausbildungsberufen

Die Zukunft ist MINT! | © adpic

MINT ist in diesem Fall keine Farbe und auch kein Kaubonbon, sondern ein Begriff aus der Berufswelt. Er setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Wörter Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen. MINT-Ausbildungsberufe haben also eines gemeinsam - es geht immer um Tätigkeiten im technischen, mathematischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Wenn du also in den Schulfächern Mathe, Physik und Co. nicht auf den Kopf gefallen bist, dann kann deine Zukunft rosig aussehen. In der Ausbildung sind aber nicht nur diese Fähigkeiten gefragt, sondern auch Kreativität, Sorgfalt und Begeisterung.


Warum haben MINT-Berufe Zukunft?

Für das Jahr 2020 werden bereits 1,38 Millionen offene Stellen im MINT-Bereich vorhergesagt. Ein großer Teil der MINT-Fachkräfte ist nämlich schon im fortgeschrittenen Alter und die Nachbesetzung ihrer Stellen steht in naher Zukunft an. Du siehst also, wie begehrt ausgebildete Fachkräfte in technischen Berufen aber auch in der Informatik oder Mathematik sowie den anderen MINT-Berufen sind. Wenn du also auf das Pferd MINT bei der Ausbildung setzt, hast du gute Chancen, schnell die Karriereleiter aufzusteigen.

MINT-Berufe - Welche Ausbildung passt zu mir?

Es gibt eine fast unüberschaubare Menge an MINT-Ausbildungsberufen. Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, sortieren wir mal der Reihe nach und listen ein paar Beispiele auf:


M steht für den Fachbereich Mathematik. Du bist Zuhause in der Welt der Zahlen? Prima - Mathematik ist im MINT-Sektor gefragt!

  • Als Staatlich geprüfte/r Mathematisch-technische/r Assistent/in wirkst du an programmier- und datenverarbeitungstechnischen Lösungen mit. Zudem berätst und schulst du Anwender. Du arbeitest bei Software- und Datenbankanbietern, bei EDV-Dienstleistern oder bei Herstellern von IT-Technik.
  • Als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in konzipierst, realisierst und wartest du Softwaresysteme auf der Basis von mathematischen Modellen. Du arbeitest bei Software- und Systemhäusern, in Softwareabteilungen größerer Unternehmen oder an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen.

I steht für den Fachbereich Informatik. Tauchst du gern ab in die Welt der Computer?

  • Als Elektroniker/in - Informations- und Systemtechnik arbeitest du daran mit, industrielle informationstechnische Systeme zu entwickeln und zu realisieren. Du montierst, installierst und konfigurierst Komponenten und Geräte. Zudem wartest du die Systeme und leistest Support bei Störungen. Du arbeitest in Unternehmen der Informations- und Telekommunikationstechnik, in Unternehmen der Automatisierungstechnik, in der Herstellung elektrischer Anlagen und Bauteile, bei Dienstleistern im Bereich Informationstechnik und Softwareentwicklung oder in Unternehmen, Behörden und Institutionen, die informationstechnische Systeme einsetzen.
  • Als Fachinformatiker/in - Systemintegration realisierst du kundenspezifische Informations- und Kommunikationslösungen. Du arbeitest in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche oder in der öffentlichen Verwaltung.

N steht für den Fachbereich Naturwissenschaft. Chemie und Biologie faszinieren dich? Perfekt, denn die Pharmaindustrie ist weiter auf dem Vormarsch.

  • Als Chemielaborant/in bereitest du chemische Untersuchungen und Versuchsreihen vor bzw. führst diese durch. Du arbeitest z.B. in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in Firmen der chemischen Untersuchung und Beratung oder bei Umweltämtern.
  • Als Pflanzentechnologe/-technologin arbeitest du an der Entwicklung und Zucht neuer Energie-, Nahrungs- oder Zierpflanzen mit. Dazu führst du Versuche durch, pflegst die Kulturen und übernimmst Arbeiten im Labor. Du arbeitest z.B. bei Unternehmen aus den Bereichen Pflanzenzucht, -schutz und -vermehrung oder bei Saatgutfirmen.

T steht für den Fachbereich Technik. Du warst schon immer ein Technikfreak? Dann hast du eine große Auswahl an Möglichkeiten.

  • Als Feinwerkmechaniker/in fertigst du Produkte der Stanz-, Schnitt- und Umformtechnik sowie der Vorrichtungs- und Formenbautechnik. Ebenso stellst du Maschinen, Geräte, Systeme und Anlagen her, die du zudem wartest und instand setzt. Beispielsweise arbeitest du bei Herstellern von feinmechanischen und optischen Erzeugnissen oder im Maschinen- und Werkzeugbau.
  • Als Orthopädietechnik-Mechaniker/in versorgst du Patienten mit orthopädietechnischen Hilfsmitteln. Du stellst z.B. künstliche Gliedmaßen, Schienen und Bandagen her oder montierst Gehhilfen und Rollstühle und passt sie an. Du bist beschäftigt in Orthopädietechnik- und Rehawerkstätten oder in einem Sanitätshaus.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten habe ich mit einer MINT-Ausbildung?

In der heutigen Zeit sind einzelne Berufe stark miteinander vernetzt. Im MINT-Bereich sind die Grenzen zwischen den Fachbereichen sogar oft fließend - Informatik funktio­niert nicht ohne Mathematik, technische Innovati­onen entspringen naturwissenschaftlichen Erkennt­nissen und so weiter. Das bedeutet für dich, dass dich deine MINT-Ausbildung oftmals nicht dauerhaft auf einen bestimmten Job festlegt. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass sich immer wieder neue Möglichkeiten oder sogar ganz neue Berufsfelder für die persönliche, fachliche und auch finanzielle Weiterentwicklung ergeben. Mit einem MINT-Beruf kannst du also langfristig einen vielversprechenden Weg einschlagen.

Und nach der Ausbildung? Wo gibt es auf dem Stellenmarkt die meisten freien MINT-Stellen?

Laut einer Statistik der Agentur für Arbeit sind Techniker mit 86 Prozent die am stärksten vertretene Berufsgruppe aller Erwerbstätigen im MINT-Sektor. Lediglich 9 Prozent entfallen auf Informatiker und 5 Prozent auf Mathematiker und Naturwissenschaftler.

Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2018


Ganz ähnlich verhält es sich mit den gemeldeten offenen Stellen. 91 Prozent entfallen hier auf das Berufsbild der Techniker, 7 Prozent auf die Informatiker und 2 Prozent auf Mathematiker und Naturwissenschaftler.

Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2018

Übrigens: Teilt man die Beschäftigten im MINT-Sektor in Akademiker und Nicht-Akademiker ein, überwiegen die Ausbildungsberufe klar mit 84 Prozent. Davon sind 23 Prozent Spezialkräfte, die zum Beispiel über einen Meister verfügen.

Du siehst, eine MINT-Ausbildung bietet dir ungeahnte Möglichkeiten.


Alles klar soweit?
Dann auf zur Ausbildungsplatz-Suche!

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