No-Go's am ersten Arbeitstag

Worauf du an deinem ersten Tag als Azubi achten solltest

No-Go's am ersten Arbeitstag | © adpic
Ausbildung
von Judith am 19.12.2023

Endlich geht es los: Du startest deine Ausbildung in deinem Ausbildungsbetrieb und dich erwarten viele neue Menschen, Eindrücke und Informationen. Das ist ganz schön viel auf einmal. Damit du dir keine Gedanken darum machen musst, wie du dich an deinem ersten Arbeitstag richtig verhältst, haben wir hier einige No-Go’s für dich aufgeführt.

Zu spät erscheinen

Wer bereits am ersten Arbeitstag zu spät zur Arbeit erscheint, hinterlässt keinen guten ersten Eindruck, sondern wird dadurch schnell als unzuverlässig abgestempelt. Beginne deinen Start ins Azubileben entspannt, indem du ausreichend Puffer auf dem Weg zur Ausbildungsstätte einplanst und gehe lieber ein paar Runden um den Block, wenn du zu früh am Betrieb eintriffst.

Aufregung überspielen

Verständlicherweise bist du an deinem ersten Arbeitstag wahrscheinlich aufgeregt. Statt die ganze Zeit darüber nachzudenken, ob man dir die Aufregung wohl anmerkt oder wie du sie schnellstmöglich bekämpfen kannst, versuche deinem Chef und deinen Kollegen gegenüber ehrlich zu sein und teile ihnen einfach kurz und bündig mit, dass du aufgeregt bist. Du wirst sehen, dass es den meisten deiner Kollegen an ihrem ersten Arbeitstag genauso gegangen ist und erntest durch deine Ehrlichkeit zusätzliche Sympathiepunkte.

Unaufmerksam sein

Egal wie lang dir der erste Arbeitstag vorkommen mag, wenn dir jemand etwas zeigt oder erklärt, werde nicht unaufmerksam, sondern bleibe konzentriert.

Keine Fragen stellen und keine Notizen machen

Zum Ausbildungsstart prasseln die Infos gefühlt nur so auf dich herein: Du lernst deine neuen Kollegen kennen und musst dir irgendwie die richtigen Namen zu den passenden Gesichtern und möglichst auch noch ihre Position im Unternehmen merken. Gleichzeitig geht es beim Betriebsrundgang durch unzählige Flure, Türen und Gebäudeteile. Die Personalabteilung händigt dir nebenbei noch ein Infoblatt aus, auf dem die benötigten Unterlagen aufgeführt sind und du bist dir gerade nicht sicher, ob du wirklich schon deine Steuer-Identifikationsnummer abgegeben hast. Ach ja, für deine Zugangsdaten für den Firmenrechner sollte auch noch Platz in deinem Kopf sein. Und wenn es dann so richtig losgeht und du deine ersten Aufgaben bearbeiten sollst, raucht dir bereits der Kopf.

Was also tun? Mache dir von Beginn an Notizen! Klingt zu einfach? Spätestens, wenn du auf dem Weg in die Mittagspause bist, bist du froh, dass du dir notiert hast, wo sich die Kantine befindet. 

Bei sensiblen Daten wie Benutzernamen, Passwörtern und Ähnlichem solltest du vorsichtshalber nachfragen, ob du diese - generell oder auch handschriftlich - notieren darfst.

Wichtig ist außerdem, dass du immer direkt nachfragst, wenn dir etwas unklar ist oder du etwas nicht genau verstanden hast. Sei es die Aussprache eines Namens, der Ablauf im Telefondienst oder wo du die Toiletten findest.

In Plauderlaune geraten

Dein Team ist toll und du fühlst dich auf Anhieb wohl. In der Mittagspause wollen dich deine neuen Kollegen gerne näher kennenlernen und fragen dich, wie dein Praktikum in einer anderen Firma war. Weil alle so nett sind, denkst du gar nicht lange darüber nach und erzählst, dass die Umsätze dort sehr schlecht waren und du dich deswegen lieber hier beworben hast. Ups!

Betriebsinterne Zahlen, Daten und Gepflogenheiten gehören nicht nach außen. Zum einen verstößt das schnell gegen Praktikums- oder Arbeitsverträge und zum anderen sinkt das Vertrauen in deine Person und deine Kollegen werden sich gut überlegen, welche Informationen sie dir geben können.

Privates Surfen und Social Media

Die Verlockung ist groß, „mal eben“ zwischendurch am Firmenrechner den Browser zu öffnen und nachzuschauen, ob die coolen Sneaker noch im Online-Shop verfügbar sind. Oder in deiner Pause ein TikTok-Reel zu veröffentlichen - frisch gedreht an deinem neuen Arbeitsplatz.

Klingt cool, in vielen Betrieben ist aber privates Surfen nicht oder nur mit Einschränkungen erlaubt und ob dein Arbeitsplatz, womöglich noch mit sensiblen Daten im Hintergrund, überhaupt im Netz landen soll, ist ebenfalls fraglich.

Schaue hier lieber einmal zu viel in deinem Arbeitsvertrag nach oder erkundige dich in der passenden Abteilung nach den Richtlinien zur Internetnutzung am Arbeitsplatz.

 

Auch wenn der erste Arbeitstag zu Ende ist, die No-Go’s bleiben natürlich und werden dich während deiner gesamten Ausbildung und deinem weiteren Berufsleben begleiten. Aber weil du jetzt genau darüber Bescheid weißt, schaffst du das mit links. Wir wünschen Dir einen guten Start in deine Ausbildung und erfolgreiche Ausbildungsjahre!


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