Soft Skills vs. Schulnoten

Warum Softkills bei Bewerbung und Ausbildung wichtig sind

Soft Skills vs. Schulnoten | © adpic
Ausbildung
von Judith am 08.11.2023

Am Ende deiner Schullaufbahn hältst du stolz dein Abschlusszeugnis in den Händen. Nun geht es los ins Berufsleben und du schreibst deine ersten Bewerbungen. Während du auf die Rückmeldungen aus den Unternehmen wartest, fragst du dich, wie die Personalabteilung sich für einen Bewerber entscheiden kann, wenn viele die gleichen oder ähnliche Schulnoten auf ihrem Zeugnis stehen haben. Dann gibt es doch eigentlich keine Unterschiede, oder?

Was sind Soft Skills?

Unternehmen schauen längst nicht mehr nur auf Schulnoten. Die sogenannten Soft Skills sind sehr wichtig für deine Bewerbung. Soft Skills sind kurzgesagt Charaktereigenschaften. Da sie nicht aus Fakten bestehen, wie etwa deine Schulnoten, sind sie für andere Menschen nicht direkt greifbar, vor allem, wenn sie dich gar nicht kennen. Umso wichtiger also, dass du schon im Bewerbungsschreiben deine positiven Charaktereigenschaften hervorhebst.

Welche Soft Skills sind bei Azubis gefragt?

Persönliche Soft Skills wie Zuverlässigkeit und Sorgfältigkeit sind Arbeitgebern sehr wichtig. Außerdem gibt es soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktkompetenz und Kritikfähigkeit. Kurz gesagt: die Eigenschaften, die für ein gutes Miteinander bedeutsam sind. Um erfolgreich Aufgaben und Probleme zu lösen, werden methodische Kompetenzen benötigt. Dazu zählen z.B. Planungsfähigkeit, Organisationsfähigkeit oder eine gute Auffassungsgabe.

Positive Soft Skills die du nicht hervorheben solltest

Eigenschaften, die selbstverständlich sind, solltest du weder im Bewerbungsschreiben noch im Vorstellungsgespräch besonders hervorheben. Ein Beispiel dafür ist Pünktlichkeit, denn wenn z.B. die Arbeit in deinem Ausbildungsbetrieb um 8 Uhr beginnt, bist du natürlich pünktlich da und kommst nicht zu spät. Logisch, oder?

Soft Skills greifbar machen

Auch bei den Soft Skills solltest du dich von deinen Mitbewerbern abheben. Da die anderen Bewerber aber vermutlich ähnliche, wenn nicht sogar die gleichen Soft Skills in Ihren Bewerbungen nennen, können dich „Beweise“ unterstützen. Gebe zu den von dir genannten Soft Skills jeweils ein bis zwei Beispiele, wo du die positiven Eigenschaften eingesetzt hast oder wo sie zu einem Erfolg beigetragen haben. Beispielsweise könntest du hier Dinge wie eine Trainertätigkeit, ein Ehrenamt oder die Beteiligung an Schülerprojekten nennen.
Wenn es dir schwerfällt, deine Stärken herauszufinden oder du dir unsicher bist, kannst du einfach die Menschen in deinem Umfeld fragen, welche positiven Eigenschaften sie an dir schätzen. Deine Familie und deine Freunde kennen dich gut und können dir bestimmt einige Beispiele aus euren gemeinsamen Erlebnissen nennen.   

Sind Schulnoten unwichtig?

Trotz all der bemerkenswerten Soft Skills bleiben die Schulnoten wichtig. Gerade große und/oder beliebte Unternehmen erhalten massenweise Bewerbungen, sodass sie oft im ersten Schritt großzügig aussortieren, indem sie nur die Bewerber in die nächste Bewerbungsphase einladen, die einen bestimmten Notendurchschnitt oder eine bestimmte Note in einem für die Ausbildung wichtigen Fach haben.
Gute Schulnoten halten dir viele Möglichkeiten offen. Ein anschließendes Studium, eine Weiterbildung oder auch der Wechsel in ein anderes Berufsfeld werden durch gute Noten erleichtert.


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