Ausbildungsmarketing – was ist den Azubis wichtig?

Wie Sie Ihren Azubi glücklich machen

Ausbildungsmarketing – was ist den Azubis wichtig? | © adpic

Dass die Generation Z anders ist und sich in bestimmten Punkten deutlich von den Generationen vorher unterscheidet, haben wir bereits in diesem Artikel beschrieben. Aber was genau bedeutet das für Sie als Arbeitgeber? Was ist Ihrem zukünftigen Auszubildenden wichtig – und wie können Sie sie für Ihr Unternehmen begeistern? Das haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Azubimarketing – Grundlagen

Jedes Jahr führt das Unternehmen u-form Testsysteme (https://www.testsysteme.de/studie) wissenschaftlich begleitete Azubi-Befragungen durch, aus deren Ergebnissen Arbeitgeber Empfehlungen für Ihr Azubimarketing ziehen können.  Daneben gibt es weitere Umfragen, beispielsweise vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. Aus diversen Befragungen und auf Basis von Erfahrungen stellen wir Ihnen hier eine Übersicht über die Erwartungen der Azubis vor.

Generell gilt: Gute Azubis sind gefragt und sich dessen auch bewusst. Immerhin wurde in diesem Jahr fast 75% der Auszubildenden mehr als ein Ausbildungsplatz angeboten. Das bedeutet, dass sich das Verhältnis umgekehrt hat: Hat früher ein potenzieller Auszubildender nach einer Ausbildung gesucht, musste er sich vorstellen und das Unternehmen von sich überzeugen. Heutzutage ist es eher umgekehrt: Das Unternehmen muss den zukünftigen Azubi davon überzeugen, dass dieser seine Ausbildung bei ihm absolviert. Aus diesem Grund müssen Sie als Unternehmen ein attraktiver Arbeitgeber sein, sich von ihren Mitbewerbern positiv unterscheiden und Ihren zukünftigen Azubis etwas bieten.

Work Life Balance für Azubis

Eine gute Vereinbarkeit von Freizeit und Arbeit ist den potenziellen Auszubildenden sehr wichtig. Die Generation Z möchte beides: Einen tollen Job und genügend Zeit für Hobbys und Freunde. So wird beispielsweise Schichtarbeit und Arbeit am Wochenende als unattraktiv wahrgenommen. Hier ist es an Ihnen als Unternehmen, die Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit zu unterstützen und Ihren Azubis Wege aufzuzeigen, wie beides gut funktioniert. Ein schönes Beispiel hierfür ist die Azubi-Kampagne der Arcor-Hotels, die offensiv in ihrer Kampagne mit Schicht- und Wochenendarbeit umgehen, damit zeigen, dass Sie diesem Thema Beachtung schenken – und direkt Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Finanzen - Ausbildungsmarketing

Auch Geld ist den Azubis der Zukunft wichtig. Fast 70% der von u-form Testsysteme befragten Bewerber gaben an, dass ihnen eine hohe Ausbildungsvergütung wichtig ist. Langfristig gute Verdienstperspektiven sind für über 85% der befragten Personen relevant bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes.

Sicherheit für Auszubildende

Für Ihre zukünftigen Azubis ist Sicherheit ein großes Thema. Damit ist nicht nur gemeint, dass Sie für die nächsten drei Jahre einen sicheren Ausbildungsvertrag in der Tasche haben – sondern auch, dass Sie unterstützt werden, dass sie wissen, was sie zu tun haben und dass sie einen sicheren Ansprechpartner zur Verfügung haben. Sicherheit ist bei der Generation Z nicht ausschließlich finanziell zu sehen, sondern auch strukturell. In einer Generation, in der Stundenpläne, Nachmittagsbetreuung und Sport-/Musik- Unterrichtspläne immer genau geplant und getaktet waren, sollte diese Sicherheit auch in der Ausbildung nicht aufhören.

Erfolgreiches Ausbildungsmarketing

Auf den ersten Blick scheinen sich diese drei Punkte – Geld, Freizeit und Sicherheit – nicht direkt vereinbaren zu lassen. Das ist aber nur auf den ersten Blick so: Die Generation Z ist nicht arbeitsscheu – nur sehr freizeitbewusst. Wenn diese Freizeit ihren Stellenwert bekommt, dann bekommt die Arbeit diesen auch. Schließlich möchte diese Generation auch Sicherheit – und diese bekommt sie sowohl finanziell als auch strukturell nur durch eine Ausbildung und einen Arbeitsplatz. Das eine schließt das andere somit nicht aus – der Umgang ist nur ein anderer. Wenn Sie sich darauf einlassen und Regelungen offen und authentisch mit Ihren Azubis besprechen, können Sie sich auf neue, offene und umgängliche Auszubildende freuen.

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