Azubis der Generation Z

Was macht die Generation Z in der Ausbildung aus?

Azubis der Generation Z | © adpic

Ist Ihr neuer Azubi zwischen 1995(2000) und 2010 geboren? Dann gehört er zur Generation Z, die jetzt in den Arbeitsmarkt eintreten. Diese Generation ist anders – und dadurch kommt es auch mal zu Konflikten und Unverständnis von Seiten der Ausbilder und Kollegen. So wie Sie sich auf einen Auslandsaufenthalt und eine andere Kultur vorbereiten, so können Sie auch die Generation Z verstehen lernen. Wie diese tickt schauen wir uns hier genauer an:

Generation Z – Grundlegende Informationen

Der Begriff Generation bezeichnet eine Gruppe von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen, die unter ähnlichen politischen, wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen aufgewachsen sind. Es wäre aber falsch, alle „über den gleichen Kamm zu scheren“. Denn in jeder Generation gibt es unterschiedliche Charaktere, die unterschiedlich auf diese Rahmenbedingungen reagieren. Somit ist dies nur ein Erklärungsversuch, der Ihnen dabei helfen soll, ihren neuen Azubi besser zu verstehen – und zwar ohne Garantie, dass alle angesprochenen Merkmale auf diesen passen.

Generation Z in der Ausbildung – Mitentscheiden

Um Ihren neuen Azubi zu verstehen, schauen wir uns an, wie er aufgewachsen ist. Im Unterschied zu Generationen davor, wurde bei der Erziehung der Generation Z großen Wert auf Selbst- und Mitbestimmung gelegt. Bereits in jungen Jahren wurden sie nach Ihrer Meinung und Ihren Wünschen gefragt. Am Wochenende in den Zoo oder doch lieber ins Schwimmbad? Zum Abendessen lieber Eintopf oder Brot? Heute lieber die Hose oder doch den Rock? So wurde dieser Generation von Beginn an beigebracht, dass Wert auf Ihre Meinung gelegt wird und sie ein Recht haben, mitzuentscheiden. Dadurch entstehen auch Probleme mit der Akzeptanz hierarchischer Strukturen.

Generation Z – Lob und Kritik

Auch Lob hat die Generation Z viel gehört. Die Devise der Eltern lautete „Verstärken und Bestärken statt Kritisieren“. Dadurch haben sich selbstbewusste Persönlichkeiten entwickelt – die nicht selten Schwierigkeiten mit Kritik haben, aber keine Schwierigkeiten damit, welche zu äußern.

Generation Z – Selbstständigkeit

Selbstständigkeit ist in der Generation Z manchmal ebenfalls ein Problem. Dies ist nicht nur durch die elterliche Erziehung, sondern auch durch das Schulsystem entstanden. Die Stundenpläne waren klar und zeitlich eng getaktet, meist inkl. Nachmittagsunterricht oder Nachmittagsangeboten und verkürztem Abitur. Die Generation Z ist es gewohnt, klare Pläne zu bekommen, sich an diese zu halten und die Punkte abzuarbeiten. Darum empfehlen wir, einen klar strukturierten Aufgabenplan zu nutzen. So weiß der Azubi, wann er was zu erledigen hat.

Generation Z – wir brauchen euch!

Nicht zu vergessen: Es gibt viele offene Ausbildungsplätze, die Sie als Unternehmen gern besetzen möchten. Dies wissen auch die Azubis der Generation Z, die mit guten Qualifikationen die freie Auswahl haben. Mit diesem Grundverständnis „Ich werde gebraucht“ gehen diese auch in eine Bewerbungsgespräch – wer könnte es ihnen verübeln?

Generation Z – Freizeit

Freizeit ist der Generation Z sehr wichtig. Darauf gilt es bei der Arbeitszeitgestaltung zu achten – und mit den Azubis frühzeitig zu besprechen. Überstunden sind nicht immer gern gesehen. Die Karriereorientierung hat insgesamt abgenommen, was nicht bedeutet, dass die Azubis der Generation Z nicht gern arbeiten gehen – nur eben regelmäßig und zu festen Zeiten.

Generation Z – darauf kann sich ihr Unternehmen freuen

Die Eigenheiten der Generation Z mögen auf den ersten Blick kompliziert erscheinen – wenn Sie aber wissen, worauf Sie sich einstellen müssen, kann der neue Azubi Ihr Unternehmen sehr bereichern.

Die Generation Z gilt als sehr aufgeschlossen und freundlich. Lob, Kritik Feedback – all das wird eingefordert und ebenfalls mitgeteilt. Das macht die Arbeit und den Umgang miteinander sehr offen und angenehm. Außerdem ist die Generation Z mit neuen Medien aufgewachsen – eine Welt ohne Smartphones und Computer kann sie sich gar nicht vorstellen. Sie bekommen also einen Experten in Sachen Soziale Medien, einen „Digital Native“, der sein Wissen und seine Erfahrung gern mit Ihnen und Ihrem Unternehmen teilt.

Und auch als Impulsgeber ist die Generation Z richtig gut: Durch die offene Äußerung von Ideen, Kritik und Feedback können Sie für sich und Ihr Unternehmen viele neue Ansätze mitnehmen und ggfls. mit dem neuen Azubi umsetzen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit mit Ihrem neuen Azubi der Generation Z!

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